Fettnäpfchen in der Sprache

Für alle Spanisch lernenden ein paar Tipps, damit sie sich im Alltag gewisse Peinlichkeiten in der Sprache ersparen (und nicht so wie ich erst mal in jedes Fettnäpfchen treten):

Nummer 1:

Bestelle nie eine „Cola“, sondern immer nur „Coca“ oder wenn dann „Coca Cola“. Denn Cola alleine bedeutet übersetzt etwas anderes. Diese Übersetzung würden wir Deutschen wohl als vulgär bezeichnen.

Nummer 2:

Wer stolz vor einem Mexikaner berichtet „soy lista“, erntet höchstens komische Blicke. Jeder, der Spanisch lernt, kennt die Schwierigkeiten, „estar“ und „ser“ zu unterscheiden, die beide für das deutsche „sein“ stehen. Doch dass dabei gleich so stark der Sinn verändert wird, hätte ich nicht gedacht. So verkündet man mit „soy lista“, dass man intelligent und smart ist. Sagen wollte man eigentlich, dass man fertig bzw. bereit ist. Das würde allerdings „estoy lista“ heißen.

Nummer 3:

Frage niemals deinen Surflehrer in der 1. Stunde „estás casado?“. EIn einzelner Buchstabe macht aus einem müden Lehrer nämlich einen verheirateten. Richtig wäre hier also gewesen: „estás cansado?“

Nummer 4:

Es ist schon immer blöd, dass die Rechnungen im Restaurant nicht geteilt werden. Diese werden dann meistens gleich der männlichen Begleitung hingelegt und von ihm auch bezahlt. Willst du danach fragen „wie viel schulde ich dir?“ sage niiiemals „cuánto te cobro?“. Damit habe ich heute die Antwort erhalten „no sé, qué tarifa tienes?“ (ich weiß nicht, was kostest du denn?). Übersetzt heißt das nämlich genau das Gegenteil, sowas wie: wie viel darf ich von dir verlangen?

Nummer 5:

Schinken, Seife, Schinken, Seife… Ist doch alles das gleiche oder etwa nicht? An einem Tag auf der Arbeit waren plötzlich 2 der Putzfrauen krank und mein Kollege und ich mussten einspringen, um die Zimmer rechtzeitig für die neu ankommenden Gäste herzurichten. Doch dann schallendes Gelächter, als ich fragte, ob denn noch „jamón“ da ist, das ich den Gästen ins Zimmer legen kann. Klar, über ein Stück Schinken würden die sich zwar bestimmt wundern, aber auch freuen. Eigentlich wollte ich stattdessen jedoch nur nach einem Stück „jabón“ fragen…

Nummer 6:

Meine erste Salsa-Stunde in Mexiko, ich fands klasse! Anschließend wollte ich meine Begleitung dann fragen, ob es ihm denn auch gefallen hätte. „Cómo te gusto?“ fragte ich ihn also. Lachend meinte er „Me gustas mucho, guapa!“ Mist… 2 Fehler im gleichen Satz machen daraus eine völlig falsche Frage bemerkte ich dann. Richtig wäre gewesen: „Te gustó?“ Man beachte hier bitte das Weglassen des einen Wörtchens und den Akzent auf dem anderen. So frage ich richtig, „wie hat es dir gefallen?“ und will nicht wissen „wie gefalle ICH dir?“

Ich hoffe, diesem Beitrag hier folgen nicht noch mehr Nummern 😉

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